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	<title>Comments on: NOW - 24.01.2008</title>
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	<description>DEREVO dances, DEREVO sees, DEREVO listens to, DEREVO writes</description>
	<pubDate>Sat, 05 Jul 2008 23:24:55 +0000</pubDate>
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		<title>By: Igo</title>
		<link>http://www.derevo.org/live/82#comment-9564</link>
		<dc:creator>Igo</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 00:00:00 +0000</pubDate>
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		<description>совсем тяжело (((</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>совсем тяжело (((</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Наталья</title>
		<link>http://www.derevo.org/live/82#comment-9500</link>
		<dc:creator>Наталья</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 00:00:00 +0000</pubDate>
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		<description>Доброй ночи! Дорогие друзья!
так иногда хочется пересмотреть фрагменты Ваших выступлений! может быть у вас есть идея выпустить такой диск - с записями хотя бы фрагментов проектов?
Хотела пересмотреть запись с фестиваля Фриндж. Не открывается теперь... смотрела Now от 25.09.07 - ссылка с зарубежного сайта не работает...
Спасибо за время с солдатиками! Оно для меня было замечательно!
Низкий поклон всем!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Доброй ночи! Дорогие друзья!<br />
так иногда хочется пересмотреть фрагменты Ваших выступлений! может быть у вас есть идея выпустить такой диск - с записями хотя бы фрагментов проектов?<br />
Хотела пересмотреть запись с фестиваля Фриндж. Не открывается теперь&#8230; смотрела Now от 25.09.07 - ссылка с зарубежного сайта не работает&#8230;<br />
Спасибо за время с солдатиками! Оно для меня было замечательно!<br />
Низкий поклон всем!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: zwischen Basalt und Basaltikum</title>
		<link>http://www.derevo.org/live/82#comment-9322</link>
		<dc:creator>zwischen Basalt und Basaltikum</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Nov 2002 00:00:00 +0000</pubDate>
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		<description>Versuch einer Brücke
(Dichter in Aktion)

Unterüberschrift:

,wozu sind wir hier?'
,und wer trägt die Verantwortung für ,all' ,das'?

Dem Teufel zum Trotz,
kamen klotz, auf Klotz.

Dem Teufel zum Trötzen,
kamen Kopf, auf Köpfen.

Wie tanzt man das Evangiluim?
Geradeheraus, exakt, Schritt für Schritt.
Abweichung?
Nein. - keine Abweichung.
Führen wir eine Variable ein, um die Gleichung zu lösen?
Nein, wieso lösen?
Das ist das Problem.
Nicht lösen, mein Freund.
Ein Mann kommt in eine Bar,
ein Gespräch entspinnt sich.

metaphysisches Sich - Sein

Ich habe eine Frage.
Unzwar, vielleicht an den Übersetzer.
Gibt es (gute) Übersetzungen von

Künstlerisch ernst zu nehmende, allenfalls experimentell agierende oder hermetisch beiseite sprechende Dichter - die Moskauer Gruppe der «Metaphysiker» um Gennadi Ajgi und Iwan Shdanow, die «Formalisten» um Sergei Birjukow und Sergei Sigei, die religiös imprägnierten «Gedankenlyriker» um Olga Sedakowa oder Jelena Schwarz - publizieren vorwiegend in Klein- und Selbstverlagen ?

Das würde mich sehr interessieren.

mit freundlichen Grüßen

Baltikum

vorwärts ist am leichtesten, lieblichsten zurück

allein, gemeinsam, zu zwein,
wollen sich freuen auch drein,
ab vier, kommen wir (ins Gespräch)
ab Fünf muß der Stein der Weisen, oder Sysyphos gewälzt werden,
ab sechs zähle ich nicht mehr mit
und sieben erscheint mir (wie immer)? eine unerreichbare Zahl

ab acht vereinfachen sich vielleicht die Probleme
aber das ist nur eine Annahme
in dem Falle die Meinige,
wenn man von soetwas sprechen kann,
und die Alleinige, wenn das genügt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Versuch einer Brücke<br />
(Dichter in Aktion)</p>
<p>Unterüberschrift:</p>
<p>,wozu sind wir hier?&#8217;<br />
,und wer trägt die Verantwortung für ,all&#8217; ,das&#8217;?</p>
<p>Dem Teufel zum Trotz,<br />
kamen klotz, auf Klotz.</p>
<p>Dem Teufel zum Trötzen,<br />
kamen Kopf, auf Köpfen.</p>
<p>Wie tanzt man das Evangiluim?<br />
Geradeheraus, exakt, Schritt für Schritt.<br />
Abweichung?<br />
Nein. - keine Abweichung.<br />
Führen wir eine Variable ein, um die Gleichung zu lösen?<br />
Nein, wieso lösen?<br />
Das ist das Problem.<br />
Nicht lösen, mein Freund.<br />
Ein Mann kommt in eine Bar,<br />
ein Gespräch entspinnt sich.</p>
<p>metaphysisches Sich - Sein</p>
<p>Ich habe eine Frage.<br />
Unzwar, vielleicht an den Übersetzer.<br />
Gibt es (gute) Übersetzungen von</p>
<p>Künstlerisch ernst zu nehmende, allenfalls experimentell agierende oder hermetisch beiseite sprechende Dichter - die Moskauer Gruppe der «Metaphysiker» um Gennadi Ajgi und Iwan Shdanow, die «Formalisten» um Sergei Birjukow und Sergei Sigei, die religiös imprägnierten «Gedankenlyriker» um Olga Sedakowa oder Jelena Schwarz - publizieren vorwiegend in Klein- und Selbstverlagen ?</p>
<p>Das würde mich sehr interessieren.</p>
<p>mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Baltikum</p>
<p>vorwärts ist am leichtesten, lieblichsten zurück</p>
<p>allein, gemeinsam, zu zwein,<br />
wollen sich freuen auch drein,<br />
ab vier, kommen wir (ins Gespräch)<br />
ab Fünf muß der Stein der Weisen, oder Sysyphos gewälzt werden,<br />
ab sechs zähle ich nicht mehr mit<br />
und sieben erscheint mir (wie immer)? eine unerreichbare Zahl</p>
<p>ab acht vereinfachen sich vielleicht die Probleme<br />
aber das ist nur eine Annahme<br />
in dem Falle die Meinige,<br />
wenn man von soetwas sprechen kann,<br />
und die Alleinige, wenn das genügt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: en</title>
		<link>http://www.derevo.org/live/82#comment-9088</link>
		<dc:creator>en</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Nov 2008 00:00:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.derevo.org/live/82#comment-9088</guid>
		<description>Спасибо за Кецаль. 
Вы ВОЛШЕБНИКИ! 
Ди - невероятный! 
Татьяна Хабарова - неподражаемая! 
Всевсевсе - сумасшедшепрекрасны)))))</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Спасибо за Кецаль.<br />
Вы ВОЛШЕБНИКИ!<br />
Ди - невероятный!<br />
Татьяна Хабарова - неподражаемая!<br />
Всевсевсе - сумасшедшепрекрасны)))))</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: unveränderlich</title>
		<link>http://www.derevo.org/live/82#comment-8946</link>
		<dc:creator>unveränderlich</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Nov 2002 00:00:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.derevo.org/live/82#comment-8946</guid>
		<description>Ich schäme mich sich hier etwas zu schreiben, denn eigentlich ,gehöre' ich ,hier' nicht hin.

Vielleicht eine ,Wesenverwandschaft' hier etwas zu schreiben.

Vielleicht bin ich dumm und gehöre nicht zu den ,klügsten'.

Wie soll man das, was nicht ist , mit dem, was wird, oder sich erhofft miteinander verbinden?

Die Zeit gibt nur eine geringe Maßregelung dessen.

Dann denkt man wieder, es kommt ja auf die Menschen an, die etwas miteinander tun.

Dann, aber daß es doch auch ,eigene' Motive gibt, wo sich die Frage erhebt, wer hat etwas damit zu tun?

Hoch und Tiefzeiten wechseln sich ab, wie Ebbe und Flut.

An der Tür steht jemand, und erhorcht sich seine Hoffnung, sein Tun.

Im Wald stehen ,die' ,Drescher' und ,dreschen' nicht.

Und ich stehe vor mir, stehe bei dir und sehe und sehe und sehe mich nicht.

Auf daß neue ,Impulse' durch die Landschaft gehen und alles wieder ,aufwirbeln' und neue Anfänge geben.


mit freundlichen Grüßen

der Dichter im Wald</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schäme mich sich hier etwas zu schreiben, denn eigentlich ,gehöre&#8217; ich ,hier&#8217; nicht hin.</p>
<p>Vielleicht eine ,Wesenverwandschaft&#8217; hier etwas zu schreiben.</p>
<p>Vielleicht bin ich dumm und gehöre nicht zu den ,klügsten&#8217;.</p>
<p>Wie soll man das, was nicht ist , mit dem, was wird, oder sich erhofft miteinander verbinden?</p>
<p>Die Zeit gibt nur eine geringe Maßregelung dessen.</p>
<p>Dann denkt man wieder, es kommt ja auf die Menschen an, die etwas miteinander tun.</p>
<p>Dann, aber daß es doch auch ,eigene&#8217; Motive gibt, wo sich die Frage erhebt, wer hat etwas damit zu tun?</p>
<p>Hoch und Tiefzeiten wechseln sich ab, wie Ebbe und Flut.</p>
<p>An der Tür steht jemand, und erhorcht sich seine Hoffnung, sein Tun.</p>
<p>Im Wald stehen ,die&#8217; ,Drescher&#8217; und ,dreschen&#8217; nicht.</p>
<p>Und ich stehe vor mir, stehe bei dir und sehe und sehe und sehe mich nicht.</p>
<p>Auf daß neue ,Impulse&#8217; durch die Landschaft gehen und alles wieder ,aufwirbeln&#8217; und neue Anfänge geben.</p>
<p>mit freundlichen Grüßen</p>
<p>der Dichter im Wald</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: SvenLindig</title>
		<link>http://www.derevo.org/live/82#comment-8572</link>
		<dc:creator>SvenLindig</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Nov 2000 00:00:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.derevo.org/live/82#comment-8572</guid>
		<description>Die Geschichte .. wo hat eine Bewegung begonnen (leider schreibe ich deutsch), wo ist sie im Augenblick gefangen ?

Könnte ich dir sagen, wer du bist, oder wo der nächste Zigarettenautomat, wär ich sicherlich eine Sorge los.

Doch selbst wenn, was könnte ich noch dann dazu sagen? Sie gehört also zu mir und selbst wenn ich verbissen, wie ich bin mir noch einmal alles im haargenau durchgehe, so wären die Ergebnisse doch zu verschieden, um etwas Eindeutiges, daß mir das Mittagessen, als solches scheint, zu erklären.

Den Rumpf spült das Meer rein und doch möchte ich nicht Meer sein.
Zu Verwaschen Holz und Gespann.




Der mystische Trompeter 


1. 

Horch, welch wilder Musikant, welch seltsamer Trompeter 
Unsichtbar heute nacht in Lüften schwebt und tolle Weisen schmettert. 
  
Ich höre dich, Trompeter, scharf lauschend vernehm ich dein Spiel, 
Jetzt um mich strömend, wirbelnd wie ein Sturm, 
Jetzt leise, unterdrückt, jetzt in der Ferne verloren. 
2. 

Komm näher, Körperloser, vielleicht erklingt in dir 
Ein toter Komponist, vielleicht erdrückte dich 
Ein hohes Streben, ungeformtes Wollen, 
Chaotisch drängten sich Klangwogen, Ozeane stiegen, 
Daß nun dein Geist ekstatisch sich mir neigt und dröhnend schütternd 
seine Rhythmenflut 
Vertrauensvoll in meine, meine Ohren gießt, 
Daß ich sie übersetze. 
3. 

Blase, Trompeter, frei und hell, ich folge, 
Und wie dein Vorspiel heiter froh verfließt, 
Schwindet die fressende Welt, die Straßen, die lärmenden Stunden 
des Tags, 
Heilige Stille senkt sich wie Tau auf mich nieder, 
Ich wandle in kühl erfrischender Nacht die Pfade des Paradieses, 
Mir duftet das Gras, die feuchte Luft und die Rosen; 
Dein Lied entfaltet den starr gefesselten Geist - befreit mich, läßt 
mich los, 
Ich schwimme wohlig im Himmelssee. 
4. 

Blas nur, Trompeter! und vor die sehnden Augen 
Stell mir die alten Heiden, bring die feudale Welt. 
Was Zaubers wirkt dein Spiel! es tauchen vor mir auf 
Längst tote Herrn und Damen, Barone in ihren Schlössern, die 
Troubadoure singen, 
Gewappnet ziehn Ritter dem Unrecht entgegen oder suchen den 
heiligen Gral; 
Ich sehe Turniere und Streiter in schwerer Rüstung auf knirschenden 
Rossen, 
Ich höre das Jauchzen, das Dröhnen von Hieben und Stichen; 
Ich sehe der Kreuzzugsheere Getümmel - horch, wie die Zimbeln 
schallen, 
Sieh dort den Zug der Mönche mit hoch erhobenem Kreuz. 
5. 

Blas nur, Trompeter! und zum Thema 
Nimm nun das Thema, das alle einschließt, lösend und bindend, 
Liebe, den Takt der Welt, den Trost und die Tränen, 
Mannes und Weibes Herz mit nichts als Liebe, 
Kein andres Thema als Liebe - knüpfende hegende allüberschwem- 
mende Liebe. 
  
O wie die unsterblichen Wesen sich um mich drängen! 
Ich sehe den großen Vergaser ewig tätig, ich kenne die Flammen, 
die Heizer der Welt, 
Glut und Röte, pochende Herzen der Liebenden, 
So selig manche, und manche so still, dunkel, nahe dem Tode; 
Liebe, außer der Liebenden nichts ist - Liebe, die Zeit und Raum 
überwindet, 
Liebe, die Tag und Nacht ist - Liebe, die Sonne und Mond ist 
und Sterne, 
Liebe in Scharlach und Üppigkeit, duftkranke Liebe, 
Keine Worte als Worte der Liebe, kein andres Denken als Liebe. 
6. 

Blas nur, Trompeter - beschwöre den Krieg. 
Schnell rollt deinem Ruf ein murrendes Beben wie ferner Donner, 
Sieh, die Bewaffneten eilen - sieh durch geballten Staub das 
` Glitzern der Bajonette, 
Da Kononiere finsteren Blicks, und jetzt der rosige Blitz aus dem 
Rauch, ich höre den Krach der Geschütze; 
Nicht Krieg allein - dein furchbares Lied, wilder Spieler, bringt 
jegliches Schreckensgesicht, 
Taten ruchloser Räuber, Plünderung, Mord - ich höre die Hilfe- 
schreie! 
Ich sehe scheiternede Schiffe auf hoher See, gewahre auf Deck und 
unter Deck die gräßlichen Szenen 
7. 

Trompeter, mir ist ganz, als spieltest du auf mir, 
Du schmelzest Herz und Hirn - rührst sie und ziehst und wandelst 
sie nach Laune; 
Und jetzt erfüllt dein dumpfes Tönen mich mit Finsternis, 
Du raubst das muntre Licht und jedes Hoffen, 
Ich sehe die Getretnen, Unterjochten, Leidenden, Gedrückten des 
ganzen Erdenrunds, 
Ich fühle meines Geschlechts Demütigung und maßlose Schmach, sie 
wird die meine, 
Mein und die Empörung der Menschheit, der Schimpf der Jahr- 
hunderte, die zu Schanden gemachten Fehden und Wüte, 
Völlige Niederlage lastet auf mir - alles verloren - der Feind 
triumphiert, 
(Doch in den Trümmern steht wie ein Riese der Stolz,ungebrochen 
zum Äußersten 
Geduld, entschlossenheit zu Äußersten.) 
8. 

Trompeter, nun zum Ende 
Gewähre höhere Weise als bisher, 
Sing meiner Seele zu, erneure ihr sehnendes Hoffen, 
Rüttle den trägen Glauben empor, gib mir Vision der Zukunft, 
Gib mir einmal ihr Bild und ihre Lust. 
  
O froher, jauchzender, gipfelnder Sang! 
Nicht aus der Erde quillt dir die Gewalt, 
Siegsmärsche - der entjochte Mensch - der Überwinder, 
Dem Weltengott des Weltenmenschen Hymnen - lauter Lust! 
Die Menschheit neugeboren - die Welt vollkommen, lauter Lust! 
Frauen und Männer gefund, unschuldig, weise - lauter Lust! 
Lachende rauschende Feste strotzend voll mit Lust! 
Krieg, Elend, Kummer fort - Erde von Fäulnis rein - Lust ein- 
zig übrig! 
Die Meere lusterfüllt - die Lüfte lauter Lust! 
Lust! Lust! in Freiheit, Andacht, Liebe! Lust! Lust! Im Über- 
schwang des Lebens! 
Genug das bloße Sein! Genug zu atmen! 
Lust! Lust! Überall Lust! 

(Walt Whiteman)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Geschichte .. wo hat eine Bewegung begonnen (leider schreibe ich deutsch), wo ist sie im Augenblick gefangen ?</p>
<p>Könnte ich dir sagen, wer du bist, oder wo der nächste Zigarettenautomat, wär ich sicherlich eine Sorge los.</p>
<p>Doch selbst wenn, was könnte ich noch dann dazu sagen? Sie gehört also zu mir und selbst wenn ich verbissen, wie ich bin mir noch einmal alles im haargenau durchgehe, so wären die Ergebnisse doch zu verschieden, um etwas Eindeutiges, daß mir das Mittagessen, als solches scheint, zu erklären.</p>
<p>Den Rumpf spült das Meer rein und doch möchte ich nicht Meer sein.<br />
Zu Verwaschen Holz und Gespann.</p>
<p>Der mystische Trompeter </p>
<p>1. </p>
<p>Horch, welch wilder Musikant, welch seltsamer Trompeter<br />
Unsichtbar heute nacht in Lüften schwebt und tolle Weisen schmettert. </p>
<p>Ich höre dich, Trompeter, scharf lauschend vernehm ich dein Spiel,<br />
Jetzt um mich strömend, wirbelnd wie ein Sturm,<br />
Jetzt leise, unterdrückt, jetzt in der Ferne verloren.<br />
2. </p>
<p>Komm näher, Körperloser, vielleicht erklingt in dir<br />
Ein toter Komponist, vielleicht erdrückte dich<br />
Ein hohes Streben, ungeformtes Wollen,<br />
Chaotisch drängten sich Klangwogen, Ozeane stiegen,<br />
Daß nun dein Geist ekstatisch sich mir neigt und dröhnend schütternd<br />
seine Rhythmenflut<br />
Vertrauensvoll in meine, meine Ohren gießt,<br />
Daß ich sie übersetze.<br />
3. </p>
<p>Blase, Trompeter, frei und hell, ich folge,<br />
Und wie dein Vorspiel heiter froh verfließt,<br />
Schwindet die fressende Welt, die Straßen, die lärmenden Stunden<br />
des Tags,<br />
Heilige Stille senkt sich wie Tau auf mich nieder,<br />
Ich wandle in kühl erfrischender Nacht die Pfade des Paradieses,<br />
Mir duftet das Gras, die feuchte Luft und die Rosen;<br />
Dein Lied entfaltet den starr gefesselten Geist - befreit mich, läßt<br />
mich los,<br />
Ich schwimme wohlig im Himmelssee.<br />
4. </p>
<p>Blas nur, Trompeter! und vor die sehnden Augen<br />
Stell mir die alten Heiden, bring die feudale Welt.<br />
Was Zaubers wirkt dein Spiel! es tauchen vor mir auf<br />
Längst tote Herrn und Damen, Barone in ihren Schlössern, die<br />
Troubadoure singen,<br />
Gewappnet ziehn Ritter dem Unrecht entgegen oder suchen den<br />
heiligen Gral;<br />
Ich sehe Turniere und Streiter in schwerer Rüstung auf knirschenden<br />
Rossen,<br />
Ich höre das Jauchzen, das Dröhnen von Hieben und Stichen;<br />
Ich sehe der Kreuzzugsheere Getümmel - horch, wie die Zimbeln<br />
schallen,<br />
Sieh dort den Zug der Mönche mit hoch erhobenem Kreuz.<br />
5. </p>
<p>Blas nur, Trompeter! und zum Thema<br />
Nimm nun das Thema, das alle einschließt, lösend und bindend,<br />
Liebe, den Takt der Welt, den Trost und die Tränen,<br />
Mannes und Weibes Herz mit nichts als Liebe,<br />
Kein andres Thema als Liebe - knüpfende hegende allüberschwem-<br />
mende Liebe. </p>
<p>O wie die unsterblichen Wesen sich um mich drängen!<br />
Ich sehe den großen Vergaser ewig tätig, ich kenne die Flammen,<br />
die Heizer der Welt,<br />
Glut und Röte, pochende Herzen der Liebenden,<br />
So selig manche, und manche so still, dunkel, nahe dem Tode;<br />
Liebe, außer der Liebenden nichts ist - Liebe, die Zeit und Raum<br />
überwindet,<br />
Liebe, die Tag und Nacht ist - Liebe, die Sonne und Mond ist<br />
und Sterne,<br />
Liebe in Scharlach und Üppigkeit, duftkranke Liebe,<br />
Keine Worte als Worte der Liebe, kein andres Denken als Liebe.<br />
6. </p>
<p>Blas nur, Trompeter - beschwöre den Krieg.<br />
Schnell rollt deinem Ruf ein murrendes Beben wie ferner Donner,<br />
Sieh, die Bewaffneten eilen - sieh durch geballten Staub das<br />
` Glitzern der Bajonette,<br />
Da Kononiere finsteren Blicks, und jetzt der rosige Blitz aus dem<br />
Rauch, ich höre den Krach der Geschütze;<br />
Nicht Krieg allein - dein furchbares Lied, wilder Spieler, bringt<br />
jegliches Schreckensgesicht,<br />
Taten ruchloser Räuber, Plünderung, Mord - ich höre die Hilfe-<br />
schreie!<br />
Ich sehe scheiternede Schiffe auf hoher See, gewahre auf Deck und<br />
unter Deck die gräßlichen Szenen<br />
7. </p>
<p>Trompeter, mir ist ganz, als spieltest du auf mir,<br />
Du schmelzest Herz und Hirn - rührst sie und ziehst und wandelst<br />
sie nach Laune;<br />
Und jetzt erfüllt dein dumpfes Tönen mich mit Finsternis,<br />
Du raubst das muntre Licht und jedes Hoffen,<br />
Ich sehe die Getretnen, Unterjochten, Leidenden, Gedrückten des<br />
ganzen Erdenrunds,<br />
Ich fühle meines Geschlechts Demütigung und maßlose Schmach, sie<br />
wird die meine,<br />
Mein und die Empörung der Menschheit, der Schimpf der Jahr-<br />
hunderte, die zu Schanden gemachten Fehden und Wüte,<br />
Völlige Niederlage lastet auf mir - alles verloren - der Feind<br />
triumphiert,<br />
(Doch in den Trümmern steht wie ein Riese der Stolz,ungebrochen<br />
zum Äußersten<br />
Geduld, entschlossenheit zu Äußersten.)<br />
8. </p>
<p>Trompeter, nun zum Ende<br />
Gewähre höhere Weise als bisher,<br />
Sing meiner Seele zu, erneure ihr sehnendes Hoffen,<br />
Rüttle den trägen Glauben empor, gib mir Vision der Zukunft,<br />
Gib mir einmal ihr Bild und ihre Lust. </p>
<p>O froher, jauchzender, gipfelnder Sang!<br />
Nicht aus der Erde quillt dir die Gewalt,<br />
Siegsmärsche - der entjochte Mensch - der Überwinder,<br />
Dem Weltengott des Weltenmenschen Hymnen - lauter Lust!<br />
Die Menschheit neugeboren - die Welt vollkommen, lauter Lust!<br />
Frauen und Männer gefund, unschuldig, weise - lauter Lust!<br />
Lachende rauschende Feste strotzend voll mit Lust!<br />
Krieg, Elend, Kummer fort - Erde von Fäulnis rein - Lust ein-<br />
zig übrig!<br />
Die Meere lusterfüllt - die Lüfte lauter Lust!<br />
Lust! Lust! in Freiheit, Andacht, Liebe! Lust! Lust! Im Über-<br />
schwang des Lebens!<br />
Genug das bloße Sein! Genug zu atmen!<br />
Lust! Lust! Überall Lust! </p>
<p>(Walt Whiteman)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: ОА</title>
		<link>http://www.derevo.org/live/82#comment-8476</link>
		<dc:creator>ОА</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 00:00:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.derevo.org/live/82#comment-8476</guid>
		<description>…Без подготовки. Все звучит одновременно: просто надо ловить слова, когда они хотят становиться животными, растениями. Одно слово стало птицей и вылетело изо рта. Ефросинья хотела вдохнуть его обратно - ан нет, оно улетело. Как воробей и упало кляксой. И не поймаешь. Вокруг было клетчатое поле, по нему ходили японские крестьяне, не разгибаясь. Каждый их шаг был танцем многих поколений. Танцевать без рук, танцевать без ног - одними глазами. В них целый мир. Танцевать одной усмешкой. Танцевать ресницей. Даже если у тебя ничего не останется кроме одной-единственной точки, все равно можешь танцевать этой точкой и танец получится.
Сценарий своей жизни и смерти - кто его знает? И кто признается в том, что он сам его сочинил? Жизнь на велосипеде. Круг за поворот. Гипсовый жест. Излюбленный обман. Поглаживая округлое, стреляя во вращающееся, забывая странное, мы с каждым движением приближаемся к аккорду в конце симфонии. Все звучит одновременно. Все происходит сразу. И у Бога нет никаких планов. Он свободен в эту воскресную пятницу, он совершенно свободен. Он думает: чем бы заняться? Распяться или воскреснуть? Разделиться или собраться? Он может все, а это трудный выбор. Сегодня он выбрал быть мной. Я должна соответствовать, мне приятно и трепетно. Слушать свои сердцебиения так, как будто это что-то серьезное. Испытывать холод от поцелуя и чувствовать темноту. Она сшита из бархата и на ней отпечатаны тени черных кошек, красивые ворсистые тени.

саунд-трек Смерть и приключения Ефросиньи Прекрасной</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>…Без подготовки. Все звучит одновременно: просто надо ловить слова, когда они хотят становиться животными, растениями. Одно слово стало птицей и вылетело изо рта. Ефросинья хотела вдохнуть его обратно - ан нет, оно улетело. Как воробей и упало кляксой. И не поймаешь. Вокруг было клетчатое поле, по нему ходили японские крестьяне, не разгибаясь. Каждый их шаг был танцем многих поколений. Танцевать без рук, танцевать без ног - одними глазами. В них целый мир. Танцевать одной усмешкой. Танцевать ресницей. Даже если у тебя ничего не останется кроме одной-единственной точки, все равно можешь танцевать этой точкой и танец получится.<br />
Сценарий своей жизни и смерти - кто его знает? И кто признается в том, что он сам его сочинил? Жизнь на велосипеде. Круг за поворот. Гипсовый жест. Излюбленный обман. Поглаживая округлое, стреляя во вращающееся, забывая странное, мы с каждым движением приближаемся к аккорду в конце симфонии. Все звучит одновременно. Все происходит сразу. И у Бога нет никаких планов. Он свободен в эту воскресную пятницу, он совершенно свободен. Он думает: чем бы заняться? Распяться или воскреснуть? Разделиться или собраться? Он может все, а это трудный выбор. Сегодня он выбрал быть мной. Я должна соответствовать, мне приятно и трепетно. Слушать свои сердцебиения так, как будто это что-то серьезное. Испытывать холод от поцелуя и чувствовать темноту. Она сшита из бархата и на ней отпечатаны тени черных кошек, красивые ворсистые тени.</p>
<p>саунд-трек Смерть и приключения Ефросиньи Прекрасной</p>
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