DEREVO e-life

AKTUELL - 25.05.2017 - Breaking News

14. 05. 2017, 20:25 | by DEREVO
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Liebe Freunde,

Gerade fand die Premiere von Ana Sokolovićs Oper Svadba (wedding) beim Djagilew Festival in Perm statt.

Alle Karten waren schon längst ausverkauft

 

Opera Svadba by Ana Sokolović. Director Anton Adasinsky, Musical director Theodor Currentzis. Perm 2017, Photo - Nikita Chuntomov

 

Wozu soll man heiraten?

Markieren Sie die für Sie zutreffenden Antworten mit einem Häkchen (maximal 2 Häkchen)

  • Die Lebenswege vereinen (veraltet)
  • Die Vermögen zusammenführen
  • Den Ruhm zusammenführen
  • Den Stammbaum erhalten
  • Höchste Zeit
  • Den Wohnsitz regeln
  • Liebe
  • Druck seitens der Eltern
  • Grundstücksfragen („das halbe Reich als Mitgift“)
  • Es ist so üblich
  • Das Glück versuchen
  • Anderes

Es gibt soziale Verhaltensstereotypen, die ich leidenschaftlich hasse.

In unterschiedlichen Kulturen und bei unterschiedlichen Völkern wird das Heiraten unterschiedlich wahrgenommen.

Für manche ist es ein Fest, für manche das Ende des Lebens, für andere nichts weiter als eine geschäftliche Vereinbarung.

Bei den einen herrscht Polygamie, bei den anderen Monogamie, anderswo drei in einem.

Wenn die Gesetze löchrig sind, kann man einen Toten heiraten oder einen Kater zum Manne nehmen.

Die serbische Version von Ana Sokolović ist nur eine Zeile in einem verworrenen Folianten.

Vollendet in seiner musikalischen Form, wirft uns dieses A-Capella-Werk in Harmonie und Rhythmus zurück in jenes Serbien, das es nicht mehr gibt; es enthält nicht viele Worte, wie es den Formen der Beschwörung, des Singsangs, des Gemurmels, des Lamentierens eigen ist.

Die Musik an sich ist ein unantastbarer Kosmos. Doch einst konnte sich irgendjemand nicht beherrschen und stopfte ein Wort in sie hinein: „Sinn“.

Die Oper ist eine der in die Jahre gekommenen, fett gewordenen Erben dieses Fehlers.
Und so brauchte ich zwei Welten.

Die erste ist die Welt der Bauernhöfe: die Geschichte der Protagonistin und ihrer Freundinnen. Eine Geschichte aus dem Leben.

Die zweite ist die Welt der Oper: hier sind Musik und Stimme. Das ist eine andere Art des Seins, ohne eigene Lebenskraft.
Eine Geschichte aus Symbolen, die sicher auch ihre Daseinsberechtigung hat, die aber ohne die erste Welt uninteressant wäre.

Ich arbeite seit Langem auf der Bühne, aber bis heute habe ich für mich nicht entschieden, welche Verbindung zwischen dem Menschen und dem Theater besteht. Realität und Irrealität miteinander zu vereinbaren, - das ist es, was mich interessiert. Und diese Inszenierung ist ein weiterer Versuch, mir Klarheit darüber zu verschaffen,
was Kunst ist,
was Musik ist,
was Gesang ist,
was das menschliche Leben ist.

„Die Hochzeit“ von Sokolović ist ein Hymnus auf die Hoffnung einer Frau. Doch sie kann nicht Wirklichkeit werden. Und in dem kleinen zweigeschossigen Gewächshaus verwirrt sich die Zeit. Oben sind Noten, Kehlen und Qualen von Opernpuder auf der Suche nach dem ré bécarre.
Unten ist unser Leben, das über die schäbigen Schienen der Zeit läuft. Von dem durchnässten Telefonhäuschen und dem „Wo hast du dich herumgetrieben“ bis hin zur Ehefalle.
Und das ist der Tanz der fünf Schranken des Lebens. Der Tanz der fünf Mädchen.

Die Kindheit, die Jugend, die HOCHZEIT, das Leben und … über Kochtöpfe und den Glauben an ein Morgen hinweg bis zu der Begegnung mit einer kleinen sehnigen alten Frau. Da gibt es, wie es so heißt, kein Zurück mehr.

Ich bin kein Regisseur. Ich bin vor allem Schauspieler. Und Tänzer. In meiner Gruppe DEREVO nennen sie mich den „Durchschlag“, weil ich allen Krempel durch mich hindurch lasse und nur das Beste übrig bleibt.

Und es ist nicht mehr so wichtig, ob mich der Zuschauer wortwörtlich versteht. Wichtig ist, dass während der Proben mit den Mädchen und den Sängerinnen etwas passiert, dass ihnen diese Zeit im Gedächtnis bleibt.

Alles Weitere ist auf der Bühne.

Anton

Übersetzung: Rainer Jäckel

 

Opera Svadba by Ana Sokolović. Director Anton Adasinsky, Musical director Theodor Currentzis. Perm 2017, Photo - Nikita Chuntomov Opera Svadba by Ana Sokolović. Director Anton Adasinsky, Musical director Theodor Currentzis. Perm 2017, Photo - Nikita Chuntomov

Opera Svadba (wedding) von Ana Sokolović.
Musikalische Leitung: Teodor Currentzis
Regie: Anton Adassinsky (DEREVO)
Chöre: Olga Vlasova
Bühnenbild: Pavel Semchenko (AKHE)
Licht: Alexei Khoroshev / Igor Fomin (DEREVO and others)

TänzerInnen: Makhina Dzhuraeva, Anna Budanova, Tatyana Luzay, Alexey Popov u.a.

Opera Svadba by Ana Sokolović. Director Anton Adasinsky, Musical director Theodor Currentzis. Perm 2017, Photo - Nikita Chuntomov

Auf dem Festival „AvantGardens“ in Sankt Petersburg bringt Anton Adassinsky (DEREVO) mit seinen Studenten, der „Schule auf Rädern“, eine Serie von Tanzvorstellungen und Aktionen mit dem Titel „Wolfstango“ zur Aufführung.

 

9. Juni
«SCHLAG EIN KREUZ»

Eine Tanzperformance, die dem Starrsinn, der Persönlichkeitsspaltung und den Tiefen des Himmels gewidmet ist.
Musik: Vladimir Volkov (Kontrabass, Stimme)

10. Juni
«HARAM»

Sie sagen uns dorthin
Sie sagen uns es muss sein
Sie sagen uns ihr dürft nicht
Sie sagen uns halt
Wagt es nicht
Auf jede Faust kommt eine Wand
Die Jugend hat kein verstaubtes Gedächtnis

11. Juni
«WARMBLÜTER»

Das ist ein Tanz der Muskeln, der Gelenke, vom Puls und vom Rot der Wangen, von Schultern und Umarmungen, vom Husten und Lachen, vom Zittern und Wünschen. Davon, dass die Sprache der Körper für uns noch immer unerreichbar ist.

16. Juni
«FRUCHTKNOTEN»

Du bist Blutspender und Vampir
Mutter und Vater
Finger und Ring
Wange und Ohrfeige
Gott und Teufel
Du bist immer zwei
Diese Tollheit der Kraft
Soll strahlen!

17. Juni
«SNAKE TIME»

Ich bin Herr der Natur, ich bin Mensch
Finde keine Ruhe, kann nicht stillsitzen
Ich muss schaffen, verkaufen, erwerben, abbrechen und bauen
Bin ein Meister der vorgetäuschten Geschäftigkeit
Ich bin Feuer und Dampf
Und erst nach dem Essen ruhe ich eine Stunde lang aus, ich verdaue, wie die Schlange den Hut
Und nach einer Tasse Tee beende ich einen Krieg

17. Juni
Konzert der Gruppe AVIA mit Anton Adassinsky und seiner Turn- und Sportgruppe „AVIA“.


Übersetzung: Rainer Jäckel

Im August 2017 führt Anton Adassinsky sein Solo-Werk Der Letzte Clown auf Erden auf dem Edinburgh Festival Fringe im Pleasance One auf. Karten und Spielzeiten unter www.edfringe.com

 

Weitere Termine und Updates von DEREVO und Anton Adassinsky finden Sie im DEREVOs Tournee-Plan

 

 

Opera Svadba by Ana Sokolović. Director Anton Adasinsky, Musical director Theodor Currentzis. Perm 2017

 

AKTUELL - 20.03.2017 - Ich bin gewachsen

20. 03. 2017, 01:33 | by DEREVO
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CLICK for MORE. Photo - Elena Yarovaya

Hallo,

Ich bin gewachsen. Ein echter Super Star, oder?
Ich spiele mein Solostück
Es heißt „Der Letzte Clown Auf Erden“
Achten Sie zum Beispiel auf alle die Großbuchstaben!

Anton Adasinsky. Photo by Elena Yarovaya

Auch Erwachsene und ernste Leute müssen dabei lachen
ungefähr so:

oder so:

Danach werde ich den Tänzern in Dresden ein paar Tanzleviten lesen
(Die Workshop-Infos gibt es hier »)

Und am 23./24. Mai gibt es wieder ein Workshop in Sankt Petersburg. Ich zeige dort den Zweiten Feind, der deutlich unheimlicher ist, als der Erste oder der Dritte.

Anton

 

DEREVOs Termine

22. - 25. März 2017, ERARTA Stage, St. Petersburg (RU)
Der Letzte Clown auf Erden // Tickets Online »

1. April 2017, Festspielhaus Hellerau, Dresden (DE)
INOUTside, Solostück von Makhina Dzhuraeva // Weitere Infos und Tickets »

3. April 2017, Drama Theater, Samara (RU)
Der Letzte Clown auf Erden // Tickets Online »

15. - 17. April 2017, Festspielhaus Hellerau, Dresden (DE)
ISLANDS // Tickets Online »

AKTUELL - 31.12.2016 - Happy New Year!

31. 12. 2016, 16:45 | by DEREVO
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HAPPY NEW YEAR 2017!!

DEREVO lebte durch 2016 erstaunlich glücklich
Mit einem Gefühl von Gesundheit und Leere im Kopf
Als Folge – stetiges Lächeln!

La Divina Commedia und Reflection kehrten zurück
Mandelstam in Moskau
Viele Dreharbeiten, Ferien in Indien und Spanien
Und noch so viel mehr

Wundervoller Dezember in Dresden.
„Der letzte Clown auf Erden“ von Anton Adasinsky
Premiere des Duetts von Makhina Dzhuraeva und Alexey Popov „More“
Die „KeinMondTag“ Aktion mit Pawel Semtschenko von AKHE

Vielen Dank an alle Freunde für ihre Unterstützung und die positiven Schwingungen

Anna Bogodist
Isolde Matkey
Igor Fomin
Grigory Schmidko
Andrey Bobylev

und allen!!!

Ein glückliches Neues Jahr!!

Text: Anton Adassinsky
Fotos: Katja Pietrusky, Roman Ekimov, Elena Yarovaya

 

Last Clown On Earth. Photo - Katja PietruskyKeinMondTag. Photo - Roman EkimovKeinMondTag. Photo - Roman EkimovKeinMondTag. Photo - Roman EkimovKeinMondTag. Photo - Roman Ekimov
Last Clown On Earth. Photo - Roman EkimovLast Clown On Earth. Photo - Elena YarovayaLast Clown On Earth. Photo - Roman EkimovKeinMondTag. Photo - Roman EkimovKeinMondTag. Photo - Roman Ekimov
Last Clown On Earth. Photo - Elena YarovayaLast Clown On Earth. Photo - Katja PietruskyLast Clown On Earth. Photo - Roman EkimovKeinMondTag. Photo - Roman EkimovLast Clown On Earth. Photo - Roman Ekimov
Last Clown On Earth. Photo - Katja PietruskyKeinMondTag. Photo - Roman EkimovKeinMondTag. Photo - Roman EkimovLast Clown On Earth. Photo - Roman Ekimov

 

 

NOW - 03.11.2016 - Wolfhound Age

03. 11. 2016, 17:51 | by DEREVO
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To name a despot as despot was always dangerous.
Nowadays it’s just as dangerous to name slaves as slaves.
R. Akutagawa
A Pygmy’s Proverbs (from the Russian translation by N. Feldman)

 

So…
We did it
Wolfhound Age
Without quotes
And the most powerful moment - meeting with the students from the Territory Festival workshops.
We sat in silence.
And I realised that it was possible
I could do it without abstraction and metaphysics
To say exactly:
Yes!
It was like that!
And it will be again - if you’ll believe what they spin about the history of the country.
And it will be again - while the minister of culture opens monuments to murderers.
And it will be again - while the country wanks and has an orgasm over the slogan “Might is Right”,
And there’s no control of drugs and thieves,
And somebody dares to publish the “Four Stout Hearts” and that putrid list of pseudo-cultural values keeps growing…
And it will be again - while sabre-toothed Cossacks spread their booze-breathed gabble, breaking into a theatre like it’s a field bog-house,
While quasi-orthodox thugs smash exhibitions and sponsor pickets and vandalism.

And it will be again.
And you’ll get up early in the morning, and will huddle with your ear to the door,
and listen as they drag someone down the stairs.
And I don’t want to imagine for how many years you will dream of the child crying in that apartment.

My dear young people!
With us, everything is clear. Bearded creators. Licking each other, rejoicing in mutual understanding.
That public letter was a first warning -
Some signed it, some didn’t
We forget such things.

But how about you?

Anton Adasinsky

English text editor: David Kemp
Photo & Video: Makhina Dzhuraeva

 

Wolfhound Age. Anton Adasinsky & Chulpan Khamatova. Photo - Makhina DzhuraevaWolfhound Age. Photo - Makhina DzhuraevaWolfhound Age. Photo - Makhina DzhuraevaWolfhound Age. Photo - Makhina Dzhuraeva
Wolfhound Age. Photo - Makhina DzhuraevaWolfhound Age. Anton Adasinsky & Chulpan Khamatova. Photo - Makhina DzhuraevaWolfhound Age. Photo - Makhina DzhuraevaWolfhound Age. Photo - Makhina Dzhuraeva

 

 

NOW - 20.09.2016 - remembering Edinburgh

20. 09. 2016, 02:52 | by DEREVO
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DEREVO in Edinburg. August 2016. Photo - Igor Fomin

A week passed - my dreams haven’t changed
Endless celebrating faces, colourful flyers on the ground, the city covered with thousands
of posters, all the shows, performances, concerts…
We’ve barely left and we want to come back again
To go out in the street and look around, proudly thinking: there’s more of us, actors, here
than of you, visitors.

We played 24 shows in 26 days

What happened:
Makhina debuted in the role of Oleg
Alexey Popov debuted as Cupid
Never sleeping, Merkushev drove his standard 5000 km
People came who saw ONCE… 20 years ago
People came who had never seen ONCE… the children of those first ones

David ran onto the stage for the first time

What didn’t happen:
Guiness beer (god knows why)
A visit to ‘Sharmanka’ (what a shame)
Any quarrels coming from exhaustion (surprising for the Fringe)

I think a hamster running in a wheel must be happy!
His road never ends.

22 – 28 September, LA DIVINA COMMEDIA with the original line up at ERARTA, St. Petersburg

24 – 28 September, 16:00 Makhina Dzhuraeva & Alexey Popov are to begin with the series of actions “MORE”. Half an hour each day.

15 & 16 October, “Mandelstam” at GOGOL Centre, Moscow. Director: Anton Adasinsky. On stage: Chulpan Khamatova, Anton Adasinsky, actors of GOGOL Centre. SOLD OUT!

 

Anton

 

DEREVO in Edinburgh. August 2016. Photo - M. DzhuraevaDEREVO in Edinburgh. August 2016. Photo - E. ImamovaDEREVO in Edinburgh. August 2016. Photo - I. FominDEREVO in Edinburgh. August 2016. Photo - I. Fomin
DEREVO in Edinburgh. August 2016. Photo - E. ImamovaDEREVO in Edinburgh. August 2016. Photo - M. DzhuraevaDEREVO in Edinburgh. August 2016. Photo - E. ImamovaDEREVO in Edinburgh. August 2016. Photo - M. Dzhuraeva
DEREVO in Edinburgh. August 2016. Photo - E. ImamovaDEREVO in Edinburgh. August 2016. Photo - I. FominDEREVO in Edinburgh. August 2016. Photo - I. FominDEREVO in Edinburgh. August 2016. Photo - E. Imamova
DEREVO in Edinburgh. August 2016. Photo - DEREVODEREVO in Edinburgh. August 2016. Photo - E. ImamovaDEREVO in Edinburgh. August 2016. Photo - E. Imamova

 

 

AKTUELL - 06.08.2016 - Das Wunder einfangen

06. 08. 2016, 21:58 | by DEREVO
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Ich habe mit den Proben zu „Wolfshund-Jahrhundert“ im Gogol-Zentrum angefangen.
Das Projekt ist Ossip Mandelstam gewidmet.
Chulpan Khamatova ist die Seele, ich bin das Chitin des Dichters. Mit dabei sind acht tolle Burschen aus der Truppe von Kirill Serebrennikov. Wir haben bereits in „Wer hat in Russland ein schönes Leben“ zusammengearbeitet.

Ich habe die ersten Probeaufnahmen zu meinem Soloprojekt „Das wohltemperierte Klavier“ gemacht. Meine Kenntnis der Über-Marionette kann ich hier in vollem Umfang anwenden. Lena Yarovaya hat 12 Solovorstellungen auf dem Mittelalter Kultur Festival in Dresden gespielt.

Wir fahren nach Edinburgh! Wozu? Ich weiß es nicht. Nein. Ich weiß es.
Dort, in Edinburgh, sind wir zu Hause; in den Straßen ist jeder Zweite ein Künstler, und die Barkeeper verstehen nicht weniger von Kunst als die Profis vom „Scotsman“ und vom „Herald“.
Warum wir diesmal „Once“ spielen? Die Frage ist nicht leicht zu beantworten.

Seit vier Jahren suchen wir nach etwas Fröhlichem für die Kinder – eine Aufgabe, die immer schwieriger wird. Die ernste, von Sorgen erfüllte Welt hat Kindern nicht viel zu bieten. So sind die Zeiten. Mit Trickfilmen aus den 50er und 60er Jahren kommt man auch nicht sehr weit. Ich will die Kinder ins Theater mitnehmen, in ein Märchen. Ein schönes und reiches…
Und noch mehr Lust habe ich SELBST auf einen guten Film. Aber da muss man lange suchen.

Vielleicht ist „gut“ nicht das richtige Wort. Na ja… Zumindest ohne Moralin. Kinder sind klüger als Erwachsene: Trinken ist nicht gut, Insekten sind Außerirdische, und die Galapogos-Schildkröte hat sich geopfert, um die Evolution zum Stillstand zu bringen…

Von der ersten Zeile, von der ersten Einstellung, vom ersten Ton an fühle ich, dass ein Stück von meinem Leben gleich aufgefressen wird… Oder… auf einmal fängt das Herz an zu schlagen, die Finger sprühen Funken, und eine fremde Seele legt sich wie eine Sauerstoffmaske über das Gesicht. Denn ich ahne, wie auch alle anderen, dass irgendwann alles gut wird. Und ich muss daran glauben, dass ich in diesen verborgenen Träumen nicht allein bin.

“Once” ist etwas, das für immer bleibt. Wie Robinson Crusoe, Gagarin, die Watte unter dem Tannenbaum, das Rattern der alten Straßenbahn, das Klopfen der Dominosteine im Hof…

Ein Lichtstrahl löst sich von meiner Brust, verwandelt sich in den Mond und steigt auf zu den Sternen, und dann fällt auf ihn ein Schatten! Das bin ich, ganz klein, wie ich auf einem Spielzeugkometen den Pfad des Mondes kreuze!
Und das könnte ich mir ewig ansehen.
Den ganzen August, jeden einzelnen Tag, werden wir das Wunder bei den Ohren packen.

Anton

Text: Anton Adassinsky
Übersetzung: Rainer Jäckel
Video: Andrey Gladkikh
Fotos: Makhina Dzhuraeva, Elena Imamova, Igor Fomin

 

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ONCE... Edinburg Fringe 2016 - Fire Alarm. Photo - Igor Fomin

 

DEREVOs Vorstellungen

4.-29. Aug. 2016 (außer am 15. und 22. Aug.)
Edinburgh Festival Fringe

ONCE…

Weitere Infos und Karten »»

22.-28. September 2016
ERARTA Stage, St. Petersburg

LA DIVINA COMMEDIA

Weitere Infos und Karten »»

AKTUELL - 24.04.2016 - Schiffe in Liss

24. 04. 2016, 01:29 | by DEREVO
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Photo - Elena Yarovaya

Der Bekannte hieß Nesta. Ich weiß nicht mehr, ob es ein Spitzname war oder eine Abkürzung des Familiennamens. Nichts Besonderes: leise Stimme, stets dem Gesprächspartner halb zugewandt. Immer derselbe Pullover „á la barde“ aus den Sechzigern. Weiße, leicht füllige Hände.
Zwei Dinge machten ihn in unserer Gruppe zu etwas Besonderem. Zum Beispiel fragte er, ob jemand das Buch von Lorca „Der Gang ohne Eile“ hat, oder ob jemand die Metal-Band „Skula“ aus Wolgograd gehört hätte? Das eine wie das andere hatte er sich ausgedacht, doch es blieb unauslöschlich im Gedächtnis hängen.
Und das Zweite war: Nach dem Essen in der Mensa des Instituts gingen wir in den Hof, setzten uns auf eine abgelegene Bank, Nesta zog sein Hemd hoch und wir sahen zu, wie sein Magen arbeitete. Über den Bauch liefen die Wellen der Verdauung. Der Anblick hypnotisierte. Als er es uns zum ersten Mal zeigte, sagte er „die Schiffe in Liss“, und er zog uns ein für alle Mal in seinen Bann, indem er den schwarz-weißen Schnauzbart A. Grins vor dem Hintergrund des hüpfenden Bauchnabels erstehen ließ.

Weitere Nachrichten:

Anton Adassinsky lädt zur Einschreibung für einen Schauspielkurs an der Theaterakademie Sankt Petersburg ein. Alle Details hier »

DEREVO bringt den Klassiker “ONCE…” wieder nach Edinburgh. 4. bis 29. August 2016 (außer 15. und 22. Aug.). Siehe www.edfringe.com

22. bis 28. September 2016 - “La Divina Commedia” auf der ERARTA Bühne, Sankt Petersburg!

DEREVO School on Wheels

 

Text: Anton Adassinsky
Übersetzung: Rainer Jäckel
Foto: Elena Yarovaya

 

AKTUELL - 21.03.2016 - Kampf

21. 03. 2016, 01:08 | by DEREVO
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Mephisto Waltz bedeutet immer den Kampf.
Ich kämpfe mit dem betrunkenen Genie von Schaljapin und mit meiner heutigen Unlust aufs Rasseln mit der Sinne des Todes.
Gustav Holst kämpft mit den elektronischen Klängen von Daniel Williams.
Das Publikum kämpft mit den ewigen „Planeten“ und dem aktuellen DEREVO.

Wir treten auf dem Territorium der Fragen auf.
„Ist das Theater?“
„Was ist das?“

Früher brauchten wir weniger Zeit, um das Publikum in die Zone des bezahlten Wahnsinns hineinzuführen.
Interessant…

Mein Solo-Auftritt „The Shell“ fand endlich statt!
Ich will noch mehr!

Und jetzt, in Originalbesetzung, gibt es in Dresden „La Divina Commedia“!
Tanja, Lena, Oleg, Alexej und ich.
Wie man so sagt, NICHT VERPASSEN!

Anton Adassinsky

Fotos von Natalia Korenowskaja

Shell. 03.2016. Erarta Stage. Photo - Natalia KorenovskayaShell. 03.2016. Erarta Stage. Photo - Natalia KorenovskayaShell. 03.2016. Erarta Stage. Photo - Natalia KorenovskayaShell. 03.2016. Erarta Stage. Photo - Natalia Korenovskaya
Shell. 03.2016. Erarta Stage. Photo - Natalia KorenovskayaShell. 03.2016. Erarta Stage. Photo - Natalia KorenovskayaShell. 03.2016. Erarta Stage. Photo - Natalia KorenovskayaShell. 03.2016. Erarta Stage. Photo - Natalia Korenovskaya
Shell. 03.2016. Erarta Stage. Photo - Natalia KorenovskayaShell. 03.2016. Erarta Stage. Photo - Natalia Korenovskaya

La Divina Commedia

24. - 27. März 2016
Festspielhaus Hellerau, Dresden

Weitere Infos und Kartenbestellung Online »

NOW - 05.03.2016 - The Shell

06. 03. 2016, 01:24 | by DEREVO
русскийenglish

DEREVO performed at the opening of Mikhail Chemiakin’s photo exhibition ‘Carnival of Venice’ in the Russian Museum. Photos by Lena Yarovaya are also exhibited.

Photo - Elena YarovayaPhoto - Evgeny ProninPhoto - Anna BogodistPhoto - Evgeny ProninPhoto - Anna BogodistPhoto - Elena YarovayaPhoto - Evgeny ProninPhoto - Evgeny ProninPhoto - Anna BogodistPhoto - Elena Yarovaya

 

Now we’re getting ready for MEPHISTO WALTZ at Erarta in St. Petersburg.

And for ‘The Shell’ — my solo work of words and music

Finally my first book is now compiled.

It’s an attempt to capture the images, dreams and visions that had an impact on our performances or simply were a pill for sadness, or a prayer to the mirror, or a scratch on Petersburg’s grey skies, or for any other reason why I’m almost there…

And every day I’m assured that we’ve been given a wonderful world!


The Shell

only in Russian now, coming up in english later.

The Shell. Anton Adasinsky

 

Text: Anton Adasinsky
English text editor: David Kemp
Photo: Anna Bogodist, Elena Yarovaya

 

AKTUELL - 29.11.2015 - Die Gottlosen

29. 11. 2015, 16:04 | by DEREVO
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DEREVO - NOW - Rotten Heathens. Photo - Anna Bogodist

 

“Hier ist der Mensch, der seinen Lauf begann
Vor langer Zeit, als es im Weltall hell ward…”*

 

 

Ein Korridor in einem Krankenhaus.
Es ist nicht gerade sauber, die Einrichtung ist abgenutzt.
Den Korridor entlang gehen zwei Menschen.
Ein Junge in einem warmen Pullover, etwa 11-12 Jahre alt.
Dicht hinter ihm ein Mann mit unnatürlich gehobenem Kopf, sein Gesicht ist von Brandwunden entstellt.
Er trägt einen Bademantel über dem anderen.
Darüber noch eine Krankenhausjacke.
Die Schlafanzughose ist unten angeschmutzt und er geht vollkommen barfuß.

An der Ausgangstür fängt sie ein Pfleger ab, vielleicht ist es auch der Arzt.
Er fasst nach dem Jungen.
– Hast du den Teppich?
Der Junge zeigt auf die Rolle unter seinem Arm.
Der Mann mit den Brandwunden sieht über die Köpfe hinweg und gewissermaßen durch sie hindurch…
Sie gehen die Treppe hinunter, und sobald der Mann den Boden unter den Füßen spürt, rennt er auf der Stelle los.

Allem Anschein nach ist das der Park für Spaziergänge, der zum Krankenhaus gehört.
Der Mann rennt an einem Drahtzaun entlang.
Der Junge läuft ihm nach und man spürt, dass sie das öfter tun.

Der Dreh ist dynamisch.
Hier muss es irgendeine Panne geben:
Entweder wird die Kamera langsamer oder das Zaungitter wird aggressiver und das Licht fängt irgendwie an zu flackern, es verdüstert sich.

Eine Schneewolke.

Und Schnee fällt und er taut auf dem Gesicht
Und auf den Wangen schon Todesröte

An einem Fenster des Krankenhauses steht eine Pflegerin mit einem kranken Knaben im Arm und beobachtet den Mann mit den Brandwunden und den Jungen.

Sie sitzen auf einer Bank.
Die Beine des Mannes sind in ein Handtuch gewickelt, unter den Füßen im Schnee liegt der Teppich.
Er bemerkt es nicht.
Irgendwo da unten…

Totale (Breughel d. Ä., „Jäger im Schnee“)

Der Schneemann ist beinahe fertig.
Statt Händen hat er Ruten. Viele Ruten.
Die Bengels führen dort etwas im Schilde und der Verbrannte weiß, was es ist.
– Gib sie ihnen.

Er gibt dem Jungen eine Schachtel Streichhölzer.
Der Junge kneift die Lippen zusammen und rennt hinunter.
Unterwegs stolpert er. Er fällt drollig in den Schnee. Er steht auf und dreht sich um.
Der Verbrannte liegt auf der Bank irgendwie verrenkt auf der Seite.

Der Junge rennt schreiend zurück und sofort an der Bank vorbei zum Krankenhaustrakt.
Der Schnee im Gesicht des Verbrannten hat aufgehört zu tauen.
Die Kinder da unten haben es endlich geschafft die Ruten an dem Schneemann anzuzünden.
Feuer und Schnee.

Der weiße Götze schmilzt, das weiße Spielzeug!!
Die Mohrrübennase mit Knopfaugen!
So ist es immer!
Er verbrennt – und nimmt sie mit!

Die Irre am Fenster:
– Diese gottlosen Mistkerle!…

 

Photo - Elena YarovayaPhoto - Anna BodogistPhoto - Elena ImamovaPhoto - Anna Bodogist

 

Text: Anton Adasinsky
Übersetzung: Rainer Jäckel
Fotos: Anna Bogodist, Elena Imamova, Elena Yarovaya
* von Bella Akhmadullina

 

DEREVO im Dez. 2015

ERARTA Stage, St. Petersburg

HARLEKIN, 2. - 5. Dez. 20:00 + 6. Dez. 14:00 // KARTEN & Infos »
Die Nacht, 6. Dez. 20:00 // KARTEN & Infos »

Festspielhaus Hellerau, Dresden

Waiting for the White Snow, Open Air, 11. Dez. 18:00 // Eintritt frei »
HARLEKIN, 19. Dez. 20:00, 20. & 27 Dez. 11:00 // KARTEN & Infos »
HEART, 26./27. & 29 Dez. 20:00 // KARTEN & Infos »
Na Zdorovje, Improvisation, 30. Dez. 20:00 // KARTEN & Infos »

 

NOW - 04.09.2015 - Story of a Girl > Amendements

04. 09. 2015, 11:40 | by DEREVO
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AA

ADASINSKY’S AMENDEMENTS TO THE TEXT BY ADASINSKY

I don’t know if I will ever repeat this history…
YES, I WILL
It was not easy. For me or the audience…
WRONG. EASY-NOT EASY – A PLEASANT SUITE OF SOUNDS
DEREVO’s typical seven-layered happy-ending didn’t happen despite the beaming Slava Guyvoronsky.
MORE RUBBISH – “…DEREVO’S TYPICAL HAPPY-ENDING…”
I didn’t tell everything. Fifteen years of exile don’t fit in 68 minutes…
OH, JUST READ BASHŌ AGAIN
And I didn’t say at the end that I – the son of my mother – am still alive and I am on stage.
Thus the children of those once imprisoned, will meet, certainly meet, the imprisoners some time…
HOW BRAVE I WAS WRITING THAT
If we ever manage to translate the fragments of Memoirs of Galina Antonovna Adasinskaya you may like to read it. Don’t be afraid.
It won’t stop you from producing a russian fairy-tale on stage.
A WITTICISM, SAID FOR EFFECT
Just don’t forget to put in the Charusa – a clearing in a wood.
It’s full of flowers.
Unnaturally bright.
But step on it and you’ll disappear into a bottomless secret lake…
THIS I SEE CLEARLY. THOUGH AS ALWAYS ONE IMAGE IS IN MY MIND WHILE ANOTHER IS BEING WRITTEN DOWN.
PEVEK, CHAUNSKAYA BAY. ME, SO SMALL IN BIG RUBBER BOOTS, TRUDGING THROUGH THE TUNDRA. MY CHEERFUL BIG SISTER IS WELL AHEAD.
IT SEEMS THE HILL IS RIGHT IN FRONT OF US, SHIMMERING WITH IRIDESCENT PETALS.
THEN I UNDERSTAND THAT THE AIR IS CRYSTALLINE, THE HILL IS FAR AWAY AND I’M TOO TIRED TO GO ON TO HAPPINESS

 

Story of a Girl. Photo - Anna BogodistStory of a Girl. Photo - Anna BogodistStory of a Girl. Photo - Evgeny ProninStory of a Girl. Photo - Evgeny SinyaverStory of a Girl. Photo - Anna Bogodist
Story of a Girl. Photo - Evgeny ProninStory of a Girl. Photo - Evgeny SinyaverStory of a Girl. Photo - Evgeny SinyaverStory of a Girl. Photo - Evgeny ProninStory of a Girl. Photo - Anna Bogodist
Story of a Girl. Photo - Evgeny SinyaverStory of a Girl. Photo - Evgeny SinyaverStory of a Girl. Photo - Anna BogodistStory of a Girl. Photo - Anna BogodistStory of a Girl. Photo - Anna Bogodist
Story of a Girl. Photo - Evgeny ProninStory of a Girl. Photo - Anna BogodistStory of a Girl. Photo - Anna BogodistStory of a Girl. Photo - Evgeny SinyaverStory of a Girl. Photo - Evgeny Sinyaver
Story of a Girl. Photo - Anna BogodistStory of a Girl. Photo - Anna BogodistStory of a Girl. Photo - Evgeny ProninStory of a Girl. Photo - Anna BogodistG. Adasinskaya. Leningrad, approx. 1928

 

Text: Anton Adasinsky
English text editor: David Kemp
Photos: Anna Bogodist, Evgeny Sinyaver, Evgeny Pronin

 

15 Sept. 2015, Moscow, Gogol Centre
Who Is Happy in Russia?, director Kirill Serebrennikov, 2nd Part Choreography by Anton Adasinsky.

17 - 21 September 2015, St. Petersburg, ERARTA Stage
DEREVO presents KETZAL

30 September 2015, St. Petersburg, ERARTA Stage
Story of a Girl at the Cross Art Festival.

9 October 2015, Moscow, Territory Festival
Anton Adasinsky’s Workshop

 

 

NOW - 14.07.2015 - Endless Death Show

14. 07. 2015, 21:51 | by DEREVO
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Dresden. Albertinum. Photo - Elena YarovayaThe story of the clones ended in 2164.
It started boringly and finished unnoticed.
The last clone reservations in Canada didn’t even need guards.
It was difficult for mere mortals to get there, for the reservations were also the territory of the ‘Indians’. But if somebody was still interested, the cost was inexpensive and there wasn’t much to see.
As was well known, the clones could speak any language but their words were dry and sparce.
When they spoke they looked at the nipples of their interlocutor, left eye on the left one, right eye on the right one.
They never asked any questions.
They would end a conversation abruptly and the stories about their ability to foresee or heal were just bait for tourists.

But in just ten years the remaining 150-200 thousand clones were bought by the Swiss, ostensibly to end the experiment.

Canada and the ‘Indians’ were happy.

The last notorious case involving clones began in Geneva, in its swamp of boredom and eco-paranoia.

The first performance of Shakespeare’s “Titus Andronicus” took its course as usual, with dinner and lethargic applause at the end. All quite ordinary until the moment when a gaunt and frantic clerk stepped on stage and announced to the “most honourable audience” that tonight 43 people had died on stage. In response to the laughter from the stalls he raised a curtain and pointed to a pile of bodies, a concise snapshot - “Clones”.

“Titus Andronicus”
It does indeed have many killings
And impeccably played and perfectly real, the death of a clone-actor attracted spectators hungry - now just as in ancient times - for blood.
But the terms got more complex, and a particular privilege became not just to watch throughout and clap at the end
But to also attend the funerals.
The clones weren’t buried or cremated. They were dissolved in a solution of complex composition bearing the glorious name “Sfumato” - the haze of Florence, raising a mountain in the hearts of those who never stoop.
And this elite audience, bidding farewell to the body of a clone melting in the solution, lived the show to its real end and took away, one would hope, some honour, courage and disdain for revenge.

Such theatres were banned, hidden, closed, then reappeared.
Because romantic love, passion, shown faithfully and frankly, always wins in front of cardboard knives and plastic clubs.

For the Endless Death Show, the weapons were brought from museums and sharpened by the masters of the fifth generation.

But all this has passed.

Not much has been written about it. People (men, mostly) didn’t want to speak, think or write about clones.

A single convenient argument was always used - imperfection of their souls.

Women were never included in the polemics, for a sin with a clone wasn’t actually a sin and after the explosion of clone-dating, a husband just became a talking zucchini…

Some things remain unclear: their unwillingness to tell jokes, dislike of geometry, prostration in front of any animal, crying at the sight of a river, endless catarrh.

But most likeable, what moved idiots and children, was when fifteen or more clones placed their arms on each other’s shoulders and danced in a ring for a short while before peacefully falling asleep, their skin colour changing to silver.

To look at their sleeping faces is forbidden, for he who does will see them always in his dreams till the end of his (their) days.

 

Photo - Elena YarovayaDresden. Albertinum. Photo - Elena YarovayaDresden. Albertinum. Photo - Elena YarovayaDresden. Albertinum. Photo - Elena Yarovaya
Dresden. Albertinum. Photo - Elena YarovayaPhoto - Elena YarovayaDresden. Albertinum. Photo - Elena YarovayaDresden. Albertinum. Photo - Elena Yarovaya
Dresden. Albertinum. Photo - Elena YarovayaDresden. Albertinum. Photo - Elena YarovayaPhoto - Elena YarovayaDresden. Albertinum. Photo - Elena Yarovaya

 

Text: Anton Adasinsky
English text editor: David Kemp
Photo: Elena Yarovaya

 

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NOW - 25.05.2015 - past and future

26. 05. 2015, 01:02 | by DEREVO
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The filming of “Mayakovsky” in which I played the role of V. Meyerhold is completed. Director Alexander Sheyn had to cross himself when I appeared for the first time in my make-up…

Then, the second set of rehearsals for a new project “Who is Happy in Russia?” at the Gogol Centre in Moscow. I am the director and choreographer of the “Drunken Night” segment. Composer - Ilya Demutsky. There are 23 dancers on stage. I must admit, I have never seen so many talents on one stage simultaneously. Strong company. Thanks to Kirill Serebrennikov for his disciples.

Upcoming projects are the “Viking” by A. Kravchuk and “Bonus” by Valeria Gai Germanika.

In the meantime, my “Extended Day Group” improvises in private apartments, in the streets and so on. Exercising by DEREVO.

Recently, Museums night in St Petersburg at Mikhail Chemiakin’s Foundation, in July there’s a festival in Nizhny Novgorod, on 8th of July we’re closing the Open Look Festival in St Petersburg.

In Summer there’s a lot of filming too and in Autumn there’s a big marathon coming up at ERARTA.

It would be good to be in time for all of this.

Anton

 

Stone faces. Photo - Elena YarovayaKETZAL. Photo - Elena YarovayaIn Samara. Photo - Elena YarovayaPhoto - Elena Yarovaya
Photo - Elena YarovayaPhoto - Elena YarovayaPhoto - Elena Yarovaya

 

Text: Anton Adasinsky
English text editor: David Kemp
Photos: Elena Yarovaya

 

AKTUELL - 12.04.2015 - KETZAL ist in Dresden gewesen

12. 04. 2015, 13:05 | by DEREVO
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KETZAL. Foto: Peter R. Fiebig

 

In Dresden hat DEREVO “Ketzal” gespielt.
Obwohl weder “gespielt” noch “getanzt” für “Ketzal” die passenden Worte sind.
Wohl eher “Ketzal hat sich ereignet” oder “Ketzal ist gewesen”

Mir war immer bewusst, dass “Ketzal” zu spielen ein männliches Fest bedeutet.
Und nach zwei Monaten Proben ist alles geschehen.

Die bestmögliche Besetzung!

Anton Adassinsky
Anna Budanowa
Machina Dshurajeva
Pavel Aljochin
Iwan Newsorow
Stepan Ljubimow
Iwan Wolkow
Alexej Popow

Licht — Lena Yarovaya, Igor Fomin
Musik, selbstverständlich Daniel Williams
Umfassende Assistenz — Liza Polyanskaya

Danke!

Und versäumt nicht die ISLANDS in Samara und im ERARTA in St. Petersburg.

Anton

Text: Anton Adassinsky
Übersetzung: Rainer Jäckel
Foto: Peter R. Fiebig, Elena Yarovaya, Lisa Poljanskaja

 

KETZAL. Foto: Peter R. FiebigKETZAL. Foto: Elena YarovayaKETZAL. Foto: Elena YarovayaKETZAL. Foto: Peter R. FiebigKETZAL. Foto: Peter R. Fiebig
KETZAL. Foto: Peter R. FiebigKETZAL. Foto: Liza PolyanskayaKETZAL. Foto: Peter R. FiebigKETZAL. Foto: Peter R. FiebigKETZAL. Foto: Elena Yarovaya
KETZAL. Foto: Peter R. FiebigKETZAL. Foto: Elena YarovayaKETZAL. Foto: Peter R. FiebigKETZAL. Foto: Peter R. FiebigKETZAL. Foto: Elena Yarovaya
KETZAL. Foto: Peter R. FiebigKETZAL. Foto: Liza PolyanskayaKETZAL. Foto: Liza PolyanskayaKETZAL. Foto: Peter R. FiebigKETZAL. Foto: Peter R. Fiebig
KETZAL. Foto: Peter R. FiebigKETZAL. Foto: Peter R. Fiebig

 

 

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AKTUELL - 04.01.2015 - Glück für alle…

05. 01. 2015, 02:23 | by DEREVO
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Happy New Year 2015

 

Ich habe geschrieben, geschrieben zwei Tage lang,
davon, wie merkwürdig dieses Jahr gewesen ist,
von der “Geschichte eines Mädchens”,
von den Freunden in Kiew,
von den Instinkten,
von der kristallisierten Zeit,
von Freunden und Karrieren…
viel von allem

Während ich schrieb, betrachtete ich das Weißkraut auf dem Fensterbrett

Ich habe es satt!
Man kann doch einfach schreiben
“Gesundes Neues Jahr”
Aus irgendeinem Grund erschien mir das zu wenig

Die eigenen Gedanken waren mir auf einmal ausgegangen

Und deshalb wiederhole ich, wie Schuchart, fremde Worte: “…Wenn du aber wirklich so … allmächtig, so omnipotent bist, wenn du alles verstehst… urteile selbst! Schau in meine Seele, - ich weiß, dort ist alles, was du brauchst. Es muss dort sein. Denn die Seele habe ich niemals und niemandem je verkauft! Sie gehört mir, sie ist eine Menschenseele! Finde selbst heraus, was ich eigentlich will, - denn es kann nicht sein, dass ich Schlechtes will! Hol’s der Teufel, aber ich kann mir nichts ausdenken, außer diesen seinen Worten: “DAS GLÜCK IST FÜR ALLE UMSONST, UND NIEMAND MÖGE GEKRÄNKT WEGGEHEN”

 

Text: Anton Adassinsky
Übersetzung: Rainer Jäckel
Foto: Elena Yarovaya